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Fit für die Zukunft!

Die GWG bildet seit Jahren regelmäßig zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau aus. Seit 2011 stellen wir sechs Ausbildungsplätze für motivierte Schulabgänger zur Verfügung. Unserer besonderen Verantwortung als ausbildender Betrieb sind wir uns bewusst. Bei der GWG erwartet Sie daher eine fundierte und sorgfältige durch die IHK mit dem Siegel „Herausragende Leistungen in der Berufsausbildung" ausgezeichnete Ausbildung mit sehr guten Zukunftsperspektiven.

Sie werden bei uns von Anfang an aktiv ins Tagesgeschäft und in die Betreuung unserer Kunden mit einbezogen.

Wenn Sie also aufgeschlossen und engagiert, kontaktfreudig und wissbegierig sind und außerdem Spaß an der Arbeit im Team aber auch an eigenverantwortlichem Handeln haben, sollten wir uns kennenlernen.

Das Bewerberauswahlverfahren beginnt in der Regel im August - ein Jahr vor Ausbildungsbeginn.

       Unsere Azubis 2020 / 2021:

Ansprechpartnerin

Für alle Fragen rundum das Thema Ausbildung steht Ihnen unsere Ausbildungsleiterin Frau Sabine Nonnenbroich gerne zur Verfügung.


Kontakt:

Sabine Nonnenbroich
Telefon: 0 22 33 /  71 95 - 544
Email:   nonnenbroich@gwg-rhein-erft.de

 

FAQ's

Wie lange dauert die Ausbildung?

Grundsätzlich dauert die Ausbildung zum/zur Immobilienkaufmann/-frau 3 Jahre und beginnt mit der 4-monatigen Probezeit.

 

Wie viele Stunden muss ich wöchentlich arbeiten?

Bei der GWG Rhein-Erft beträgt die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit der Auszubildenden 38 Stunden.

 

Wie viele Auszubildende werden jedes Jahr eingestellt?

In der Regel werden jedes Jahr zwei neue Auszubildende eingestellt.

 

Wie hoch ist die Vergütung?

Bei der GWG Rhein-Erft richtet sich die Ausbildungsvergütung nach dem jeweils gültigen Tarifvertrag der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft und beträgt derzeit (Stand 04/2020):

 

1. Ausbildungsjahr 950,00 €

2. Ausbildungsjahr 1.060,00 €

3. Ausbildungsjahr 1.170,00 €

 

Wie viel Urlaub habe ich als Auszubildende/r?

Gem. Tarifvertrag haben alle Beschäftigte einen Anspruch auf einen Jahresurlaub von 30 Arbeitstagen, bezogen auf das Kalenderjahr.

 

Ist ein Praktikum vor der Ausbildung möglich?

Ja, grundsätzlich ist nach Absprache ein Praktikum vor Ausbildungsbeginn möglich.

 

Welche Abteilungen lernt man während der Ausbildung bei der GWG Rhein-Erft kennen?

Die Auszubildenden lernen alle Abteilungen des Unternehmens kennen und wechseln diese in einem 4-Monats-Rhythmus. Sie durchlaufen die Abteilungen Wohnungsverwaltung, Rechnungswesen, Laufende Instandhaltung, Neubauabteilung, Geschäftsführung und wahlweise die Gartenabteilung. Nach Ihrem Abteilungsaufenthalt findet ein Feedbackgespräch mit der Abteilungs- und Ausbildungsleitung statt, um sich gegenseitig die Eindrücke der gemeinsamen Zeit zu schildern und Wünsche für die Zukunft äußern zu können.

 

Wie werde ich während meiner Ausbildung betreut?

Neben der Ausbildungsleitung stehen den Auszubildenden in jeder Abteilung Ausbildungsbeauftragte zur Verfügung, die die Auszubildenden betreuen und gerne jederzeit unterstützen. Zusätzlich findet einmal im Monat mit der Ausbildungsleitung eine Azubi-Runde statt, die u.a. einem allgemeinen Austausch über die gemachten Erfahrungen dient, aber auch die Ansprache von Fragen ermöglicht.

 

Welche Aspekte zeichnen die Ausbildung bei der GWG unter Anderem noch aus?

Während Ihrer Ausbildungszeit bietet die GWG vielseitige Angebote, die Sie neben Ihren alltäglichen Aufgaben behandeln können, wie z.B. spannende Azubi-Projekte, die die Teamarbeit fördern und den Blick in die Immobilienbranche erweitern. Ob kleinere Projekte zu zweit oder größere Projekte, die gemeinsam mit allen Auszubildenden bearbeitet werden, es ist immer etwas Neues.

 

Wie gestaltet sich der schulische Teil während der Ausbildung?

Der theoretische Teil Ihrer Ausbildung findet im Europäischen Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) in Bochum statt. Der Unterricht findet dabei einmal im Monat für je eine Woche statt. In dieser Zeit wohnen Sie auf dem dortigen Campus-Gelände.

 

Welche Fächer werden in der Schule unterrichtet?
Über die 3-jährige Ausbildung werden 13 Lernfächer abgedeckt.
1. Lehrjahr
LF1: Die Berufsausbildung selbstständig mitgestalten
LF2: Das Immobilienunternehmen repräsentieren
LF3: Werteströme und Werte erfassen und dokumentieren
LF4: Wohnräume vermieten
LF5: Wohnräume verwalten und Bestände pflegen

2. Lehrjahr
LF6: Gewerbliche Objekte bewirtschaften
LF7: Grundstücke erwerben und entwickeln
LF8: Bauprojekte entwickeln und begleiten
LF9: Wohnungseigentum begründen und verwalten

3. Lehrjahr
LF10: Immobilien vermitteln und mit Immobilien handeln
LF11: Immobilien finanzieren
LF12: Gesamtwirtschaftliche Einflüsse bei immobilienwirtschaftlichen Entscheidungen berücksichtigen
LF13: Jahresabschlussarbeiten vornehmen und Informationen zur Unternehmenssteuerung bereitstellen

 

 

Ausbildungsprojekte

Im Rahmen der GWG-Ausbildung werden unsere Auszubildenden auch mit dem einen oder anderen Sonder-Projekt betraut. Die hier vorgestellten Berichte geben einen kleinen Einblick in die während der Projekte gesammelten Erfahrungen.

Projekt Wohnungsmöbilierung

"In den ersten Monaten unserer Ausbildung übergab uns unser Geschäftsführer Herr Achim Leirich ein kleineres Pilotprojekt - wir waren direkt interessiert! Dabei ging es um eine Wohnung, die aufgrund ihres Schnitts schwer vermietbar schien und durch eine Möblierung attraktiver werden sollte. Ziel war es in einem möglichst kurzen Zeitraum die Wohnung geschlechterneutral zu möblieren, so dass die Wohnung sofort bezugsfertig ist und ein Zeitmietvertrag möglich wäre.

Als Vorgabe nannte er uns einige Möbel und Gegenstände, die definitiv in der Wohnung ihren Platz finden sollten und gab uns ein Budget vor. Außerdem stellte er uns den Abteilungsleiter der Wohnungsverwaltung als Ansprechpartner zur Seite, der uns während den Überlegungen und Vorbereitungen stets unterstützte.

Als erstes setzten wir uns zu zweit zusammen und überlegten uns eine entsprechende Herangehensweise. Wir erstellten uns einen Plan, wie wir uns die Wohnungsmöblierung vorstellen würden. Wir waren ganz in unserem Element! Was hielten wir neben den Vorgaben noch für sinnvolle Anschaffungen? Auf welchen Einrichtungsstil sollten wir uns einigen? Was lässt eine Wohnung „wohnlich“ erscheinen? Für eine detaillierte Planung der Möbelstücke war es erforderlich die genauen Maße der Wohnung zu kennen. Neben einem groben Grundriss fuhren wir also in die Wohnung und maßen alles aus. Während wir frei in der kreativen Gestaltung waren, haben wir parallel einen Budgetplan erstellt und passend zu den Käufen stetig aktualisiert, um unsere vergangenen und zukünftigen Ausgaben kontrollieren und planen zu können. Zu Beginn versuchten wir uns anhand von Internetrecherchen einen Überblick über verschiedene Angebote zu machen, so dass wir eine grobe Vorstellung davon hatten, welche Möbelstücke auch von den Maßen her in die Wohnung passen würden. Zudem konnten wir dadurch auch Angebote zwischen verschiedenen Möbelhäusern vorab vergleichen. Zwischen der Internetrecherche und dem letztendlichen Kauf der Möbelstücke lagen allerdings noch weitere Arbeitsschritte. Wir fuhren zu den Möbelhäusern und machten uns, von den zuvor gesehenen Einrichtungsgegenständen, vor Ort ein Bild. Dabei stimmten unsere Erwartungen an die Möbel nicht immer mit der Realität überein, so dass wir merkten, dass die Internetrecherche sich hauptsächlich für einen Überblick gut eigneten. Wenn die tatsächliche Qualität uns nicht überzeugte, suchten wir in den Möbelhäusern nach Alternativen. Als wir uns für die entsprechenden Einrichtungsgegenstände entschieden hatten, begannen wir Kaufgespräche zu führen, sowie Liefertermine zu vereinbaren. Während dieser Phase waren wir auch für die Rück- und Absprachen mit den Speditionsfirmen, sowie den Handwerkern zuständig.   

Am Ende unserer Gestaltungsphase machten wir mit Herrn Leirich eine Wohnungsbegehung und waren danach glücklich, denn Herrn Leirich gefiel unser Geschafftes sehr gut. Abschließend erstellten wir noch Fotos, die wir dann den Kollegen übergaben, sodass die Wohnung inseriert werden konnte. Letztendlich wurde die Wohnung dann auch schnell vermietet. Unser Ziel war erreicht!

Dadurch, dass wir den kompletten Prozess, von der Ideenfindung bis zur fertig möblierten Wohnung mitbegleitet haben, konnten wir viele Erfahrungen sammeln und auch ein erstes Gefühl für Immobilien aus Unternehmenssicht entwickeln, z.B. wie man mit unpünktlichen Lieferungen oder ähnlichen Situationen umzugehen hat."

Sabrina Birk und Carolina Rebbe, 2. Ausbildungsjahr

 

Austauschprogramm London

"Während meines Berufsschulunterrichts erfuhr ich, dass seitens des EBZ Berufskollegs ein dreiwöchiges Austauschprogramm in London angeboten wird. Schnell war klar, dass ich mich hierfür bewerben möchte, da junge Menschen so die Möglichkeit haben auch internationale Erfahrungen in der Immobilienbranche während der Ausbildung zu sammeln.

Schon immer interessierte ich mich für das Reisen in andere Länder, neue Kulturen kennenzulernen und eine fremde Sprache sprechen und verstehen zu können. Mit dem ersten Schritt in die Immobilienbranche bei der GWG Rhein-Erft kam nun auch das Thema fremder Immobilienmärkte, die über die Landesgrenzen hinaus gehen, hinzu.

Im September 2019, zu Beginn des 2. Ausbildungsjahres, durfte ich schließlich ein Teil des „Professional Development Programme“ sein. Für uns, eine Gruppe aus 24 Auszubildenden und Berufsschülern des EBZs, ging es für drei Wochen nach London. Im European College of Business and Management (ECBM) wurde uns der theoretische Teil des Auslandsaufenthaltes vermittelt. Im Fokus stand hierbei der Wohnungsmarkt in London, seine historische Entwicklung und dessen Bedeutung für die wirtschaftliche und kulturelle Situation des Landes. Die Struktur des Wohnungsmarktes ist demnach eine ganz andere, als man es in Deutschland gewohnt ist. Wir besprachen u.a. die Miet- und Kaufpreise in London und der Umgebung, die im Vergleich zu Deutschland enorm hoch sind. Aufgrund fehlender gesetzlicher Regelungen und Einschränkungen steigen diese Preise stetig, sodass sich Einzelpersonen eine Immobilie kaum leisten können. Ebenso erfuhren wir viel über die Bauweisen und Wohnungsgrößen, die dort sehr viel kleiner gehalten werden. Des Weiteren lernten wir, wie der geschichtliche Hintergrund der Stadt bzw. des ganzen Landes den Wohnungsmarkt, dessen Preise und die allgemeine Verfügbarkeit von Wohnraum beeinflusste. Darüber hinaus wurden weitere Fachkompetenzen im Bereich des Marketings und des unternehmerischen Denkens gefördert. Regelmäßige Exkursionen, wie z.B. in die City of London oder zu dem ehemaligen Hafengebiet Docklands, ermöglichten uns weitere Einblicke in städtebauliche Maßnahmen, durch die teilweise unbenutzte Flächen und Brachland in Wohnraum umgewandelt wurden.

Untergebracht waren wir in unterschiedlichen Gastfamilien, die uns sofort liebevoll aufnahmen und uns täglich zur Seite standen. Neben dem schulischen Teil boten die drei Wochen uns auch Zeit die Stadt zu erkunden und neue, immer wieder stets sehr freundliche und interessierte Menschen kennenzulernen, da dort die unterschiedlichsten Kulturen und Lebensweisen aufeinandertreffen.

Am Ende des Aufenthaltes stand eine schriftliche Prüfung sowie eine Präsentation unseres Projektes, das wir über die drei Wochen vor Ort bearbeiteten, an. Mit Bestehen der Prüfungen erhält man das Zertifikat „Kaufmann/ Kauffrau International Certificate“, welches eine Erweiterung des IHK-Zeugnisses darstellt.

Aus meiner persönlichen Einschätzung und dem Austausch mit meinen Mitschülern, würde ich dieses Programm jederzeit empfehlen. Es ermöglicht Auszubildenden wertvolle Erfahrungen zu sammeln, seine beruflichen und persönlichen Fähigkeiten zu erweitern und das Wissen über die europäischen Immobilienmärkte auszubauen. Alle Erwartungen - die Immobilienbranche eines fremden Landes analysieren und verstehen zu können - wurden sehr ausführlich und praxisnah erfüllt. Durch diese drei Wochen habe ich nun bereits während meiner Ausbildung einen breiteren Blick auf die Einflüsse und Gegebenheiten von Immobilienmärkten und ein größeres Verständnis für kulturell unterschiedliche Anforderungen an Immobilien gewonnen."

Sabrina Lämmer, 3. Ausbildungsjahr

Hausprojekt

Der digitale Selbstversorger - Bewusstes Leben im Augenblick

Wenn Sie ein Haus bauen könnten, wie würde es aussehen?

Sie merken, dass das Azubi-Hausprojekt der GWG Rhein-Erft viel Raum für Ideen und Gedanken mit sich bringt. Solch ein Projekt lässt sich in zahlreiche Richtungen umsetzen und schließt eine kontinuierliche Entwicklung mit ein.

Für uns hieß es zu Beginn „Back to the roots“! Eine kleine Zeitreise zu vergangenen Traditionen und Lebensweisen führte uns unter anderem ins Freilichtmuseum Kommern. Neben Lehm, Stroh, Holz und Schiefer beeindruckt Kommern mit seinem außergewöhnlichen Flair und der ressourcenschonenden und einfachen Bauweise.

Jede Epoche zeichnet sich durch ihre eigenen individuellen und zeitgebundenen Merkmale aus. Der Grundgedanke war damals wie heute den bestmöglichen Wohnraum unter den gegebenen Bedingungen zu schaffen. Die heutige Gesellschaft kann auf zahlreiche Technologien zurückgreifen, die mit Blick in die Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Unser Ziel ist es, die positiven Eigenschaften des vergangenen Bauens mit neuen Erkenntnissen zu kombinieren und ein zeitgemäßes Haus zu schaffen, das seinen Fokus auf das Zusammenspiel und Gleichgewicht von Umwelt, Umfeld und unsere Mieter legt.

Entstanden ist dieses Konzept durch den Gedanken unseres Geschäftsführers, Herrn Achim Leirich, der den Azubis der GWG Rhein-Erft Anfang des Jahres 2019 dieses Projekt mit auf den Weg gab. Über ein Zeitfenster von zwei Jahren arbeitet unser Team, das sich mittlerweile aus sieben Auszubildenden aller drei Jahrgänge zusammensetzt, dieses Hausprojekt aus. Durch den jährlichen Wechsel verstärken uns seitdem fünf neue Köpfe mit Ihren Ideen und Vorstellungen.

Parallel zur Visualisierung wurden wir von unterschiedlichen Experten und unseren hauseigenen Architekten begleitet, die uns neben unseren Internetrecherchen über nachhaltige und ökologisch wertvolle Baustoffe sowie Bauweisen informierten.

Vor diesem Hintergrund stellten wir eine Auswahl verschiedener Umsetzungsmöglichkeiten zusammen, die unter anderem Elemente wie das Dach, die Fassade, die Dämmung und den Fußboden miteinschließen.

Im Oktober 2019 durften wir unser Projekt „Bewusstes Wohnen im Augenblick“ auf der Aufsichtsratssitzung vorstellen und freuen uns es im Laufe des Jahres 2020 in die Hände eines Fachplaners zu übergeben, um die abschließende Bauphase einzuleiten.

Unser Zeitstrahl zeigt auf, wie umfangreich und spannend sich unser Weg gestaltet. Dieses Gesamtpaket an Informationsquellen macht unser Hausprojekt zu etwas ganz Besonderem. Im Folgenden ein kleiner Überblick über Themen, die wir bei unseren Terminen im Fokus hatten:

Green Building Engineering
Nachhaltigkeits- und Umweltlabel
Lebenszyklusanalysen von Gebäuden
Cradle to Cradle-Konzepte
Klimafreundliche Häusern
Holzbautechniken und Naturdämmstoffe
Innovative Energien und energetische Konzepte
Passivhäuser und Lüftungstechniken

Herzlichen Dank an alle externen und internen Experten für Ihre Zeit und Mühe!

Das Azubi-Team
2019/2020